All-Time Charts

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Re: All-Time Charts

Beitrag von Invincible1958 » Freitag 16. Januar 2026, 17:30

arni75 hat geschrieben: Freitag 16. Januar 2026, 16:48Nein
Die Frage wäre: warum nicht?
(Abgesehen von dem Fakt, dass sie vom Verleih nicht gemeldet werden)

Weil Besucher nicht doppelt in Statistiken auftauchen dürfen?
Konzertbesucher UND Kinobesucher?

Denn wenn wir ehrlich sind, gehen die Leute da wegen des Films hin, und nicht wegen eines zweitklassigen Tournee-Orchesters.
Heißt: würde das Orchester etwas anderes spielen, wär das Publikum nicht da. Von daher müssten die Besucher dem Film irgendwo zugerechnet werden, finde ich.

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Re: All-Time Charts

Beitrag von arni75 » Freitag 16. Januar 2026, 18:40

Das sind mW völlig andere Rechte und gehören nicht zur Kinoauswertung. Die FFA erfasst Kinobesucher ja auch nicht wie Mark aus historischem Interesse, sondern weil es um Filmföderung und Steuergeld geht. Da gibt es definierte Kriterien wie Filmlänge, Mindesteintrittspreis, offizielle Kinostätte usw.

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Re: All-Time Charts

Beitrag von Invincible1958 » Freitag 16. Januar 2026, 19:52

Zumindest um Steuergeld geht es auch hier.
Denn der Veranstalter der Tournee kann den Film ja nicht öffentlich aufführen, ohne Warner für die Aufführungsrechte zu bezahlen.
Heißt: Warner nimmt durch die Vorführungen von Herr der Ringe Geld ein und muss diese Einnahmen natürlich auch versteuern.

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Re: All-Time Charts

Beitrag von arni75 » Freitag 16. Januar 2026, 20:13

Nein, ich meinte die öffentlichen Gelder, die von der FFA ausgeschüttet werden, keine Mwst o.ä. Für jeden Besucher dt Filme werden Geldbeträge an Verleiher oder Produzenten zurückgeführt und jeder Nesucjer eines dt Films zahlt wieder darauf ein. Wie auch immer: Zuschauer von Filmen bei Konzerten spielen keine Rolle.

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Re: All-Time Charts

Beitrag von Invincible1958 » Freitag 16. Januar 2026, 20:57

arni75 hat geschrieben: Freitag 16. Januar 2026, 20:13Zuschauer von Filmen bei Konzerten spielen keine Rolle.
Genau das ist ja der Punkt. Hab ja erklärt, dass diese Veranstaltungen eher Kinovorführungen sind als Konzerte.
Es sind Filmvorführungen mit Live-Musik, nicht umgekehrt.

Im Metropolis-Kino in Hamburg gibt es auch immer wieder z.B. Stummfilmvorstellungen mit Live-Musikbegleitung. Das wird dann bestimmt auch als Kinovorstellung gewertet, wenn z.B. "The Kid" von Chaplin gezeigt wird (mit Streicherbegleitung).
Ein paar Wochen später wird dann "The Kid" von Chaplin in der Laeiszhalle, einer Konzerthalle, (mit Orchesterbegleitung) gezeigt.

Selber Film, selbes Konzept. Aber weil ein ganzes Orchester selten in einen Kinosaal passt, funktioniert das eben nur in Locations mit größerer Bühne.

Dass dann die Vorstellung im Kino zu den Besucherzahlen zählt, die andere aber nicht, leuchtet mir wie gesagt, nicht ein.
Heißt: Warum wird die eine Vorstellung an die FFA gemeldet, die andere nicht?

Bevor es falsch verstanden wird:
Das ist eine philosophische Frage.
Dass sich irgendwann mal jemand ausgedacht hat, dass es so ist wie es ist, ist mir klar.
Aber mir geht es ja um das Warum.

Und es geht in den Beispielen (Herr der Ringe, Chaplin) nicht um von der deutschen Filmförderung geförderte Produktionen.

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Re: All-Time Charts

Beitrag von arni75 » Samstag 17. Januar 2026, 09:37

Letztlich geht es wohl um den Unterschied zwischen Kinotickets und der dir vorschwebenden Gesamtzuschauermenge - die Grundwährung für Kinorechte sind die verkauften bzw. abgerechneten Kinokarten. Filmvorführungen in Nicht-Kinos berühren andere Rechte und werden anders abgerechnet. Filmrechte für Flugzeuge, Schiffe, Vereine (nicht-gewerblich) werden separat verkauft - Zuschauer/Zusehende werden da nicht erfasst bzw. pauschal entgolten, daher ist es den Rechteinhabern egal, wer oder wieviele es ansehen. Du addierst die Filmzuschauer im Free-TV, Pay-TV oder bei den Streamern doch auch nicht zu den Kinozahlen? Dort wird überwiegend in Minuten oder Views abgerechnet, also eher eine Volumen-Währung verwendet.

Noch mehr Denkanstöße: Die US-Screenings zuletzt von KPop Demon Hunters wurden in Concession-Umsätzen angegeben und keine Besucher erfasst. Die ganzen Opern-/Klassikübertragungen der MET o.ä. verkaufen Kinotickets, aber diese Zahlen werden umgekehrt doch auch nicht den Konzertbesucherzahlen von New York hinzugerechnet :-)

An die FFA MÜSSEN nur die Besucher/Tickets von geförderten dt. Filmen gemeldet werden, weil das gesetzlich vorgeschrieben ist. Für alles andere gibt es keine Verpflichtung, sondern die Branche hat mal sich darauf verständigt, dies aus Gründen von Transparenz o.ä. (keine Ahnung) freiwillig zu machen. Mark erfährt das bei seinen Recherchen in der Vergangenheit ständig als Herausforderung...

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