The Walking Dead

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Re: The Walking Dead

Beitrag von Mattis » Samstag 4. April 2015, 22:10

Was gibt es denn nicht zu folgen? Diese Serie baut Rick wieder und wieder zum großen Retter und Vorbild auf, er ist aber einer der größten Psychopathen, die es jemals als Protagonist in eine Serie geschafft haben. Da ist ja selbst Batmans Joker sympathischer, der weiss wenigstens, dass er gestört und abgrundtief böse ist...
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Und ja, die bösen, bösen Wölfe. NOCH MEHR PSYCHOPATHEN! Endlich! Mal was ganz neues. Nach Augenklappe, den Kannibalen und den Krankenhäuslern die nächste pöse, pöse Horde. Das ist so dermaßen repetetiv. Und das ist eine Serie mit verkürzten Staffeln und davon auch noch mindestens 5 (teilweise extrem langatmigen) Fillern, die die aktuelle Problemgruppe gar nicht behandelt.

Ich weiss, ich sollte die Serie eigentlich abbrechen, aber dafür habe ich jetzt auch zu viel Zeit investiert, um ihr am Ende keine IMDB-Note reindrücken zu können. :oops:

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Re: The Walking Dead

Beitrag von mercy » Sonntag 5. April 2015, 01:34

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Was heißt Retter und Vorbild? Er war Sheriff und wurde (unfreiwillig) zum Anführer. Eine Rolle in die er hineingewachsen ist und durch die vielen Gefahren, die er in dieser neuen Welt erlebt hat, passte er sich dieser Welt an. Gerade der Kontrast dieser Figur, wenn man die Diskussionen zwischen Rick und Shane in Staffel 2 und den Rick aus Staffel 5 vergleicht, macht dies überdeutlich. Sein Charakter hat sich gewandelt? Klar! Ist er ein Psychopath? Nein! Er hat drastische Ansichten, nur um seine Gruppe zu schützen und "stark" zu bleiben. Die Anspielung mit dem Joker kann ich nicht nachvollziehen. Dieser hat nach Lust und Laune wahllos unschuldige Menschen ermordet, richtig. Rick hat sich nach viel Überzeugungskunst immer noch Alexandria angepasst. Er hat Aaron in dem Stall verschont, er wurde Sheriff der Stadt, dessen Funktion er auch ausführte. Er versuchte sich dem neuen Leben anzupassen. Nur als es innerhalb der Stadt Komplikationen gab (Pete) und das offene Tor besann er sich wieder seiner alten Tugenden, die ihn haben überleben lassen. Und das macht ihn noch lange nicht zu einem Psychopathen.

Naja, was sollen sie groß als Antagonisten bringen? Die Zombies sind immer da und allgegenwärtig. Was die Serie anscheinend zu erzählen versucht, ist der Faktor Mensch, wie er sich diesem neuen Leben anpasst. Und das viele anscheinend richtig verdorben sind, mag ich besonders. Von daher freue ich mich auch auf die nächsten Abgründe der Menschheit, denn so etwas traut sich sonst kaum eine Serie. Und wer weiß, was wir mit den Wolves erleben werden, wir kennen sie ja kaum. Zwar wissen wir nicht viel von dem Virus an sich, außer dass es jeder schon in sich trägt. Warum könnte man nicht rumspinnen, dass es auch eben für die "Psychopathie" verantwortlich ist? ;)

Ich kann dir insofern nicht folgen, warum die Bewohner Alexandrias "Doofköppe" sind, voller "Dämlichkeit", die den "Herrn preisen" sollen? In der Tat war in der finalen Folge Gabriel mit Sasha alleine in der Kirche, und die ursprünglichen Bewohner machten nicht einmal den Anschein, eine Sekte zu sein oder von Gott geleitet zu werden. Deswegen wirken diese vielen Übertreibungen recht kontraproduktiv für eine sachliche Diskussion. Deine Negativität zur Serie kommt überdeutlich rüber, so dass ich überhaupt nicht verstehen kann, wie du es bis zur 5. Staffel geschafft hast und offensichtlich noch bis zuende gucken willst?

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Re: The Walking Dead

Beitrag von Mattis » Sonntag 5. April 2015, 01:57

Klingt wie eine auf sehr wackeligen Füßen stehende Verteidigung eines Anwaltes, der einen Psychopathen vertreten muss. ;)

Und die drastischen Ansichten, seine Truppe zu schützen, die waren einmal. Das ist mittlerweile nur noch eine Ausrede, für sein völlig überzogenes und paranoides, mitunter auch gewalttätiges, Handeln.
Das kann man als Figur gerne so schreiben, alles okay, aber die Art, wie er mit all diesen Fehlern noch immer als Held verkauft wird, die stößt mir auf. Denn Rick ist schon lange kein Held mehr, sondern ein Unterdrücker und ein Tyrann, der andere aus seiner Gruppe auch nur dann mag, wenn sie nach seiner Pfeife tanzen.

Ist ja auch egal, es ist, wie es ist, es zwingt mich keiner, das zu schauen, aber ich bin auch sicher nicht der Einzige, der den übertriebenen menschlichen Verfall der Protagonisten bemängelt, nicht nur den Ricks, Carol ist ja fast noch schlimmer.

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Re: The Walking Dead

Beitrag von Mark_G » Sonntag 5. April 2015, 02:11

Ist es nicht so, dass die Serie sich recht nahe an den Comics bewegt?
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Re: The Walking Dead

Beitrag von mercy » Sonntag 5. April 2015, 02:13

Wird er denn als Held gefeiert? Gerade die letzten Folgen ließen doch schon Zweifel innerhalb Ricks Gruppe erahnen. Mich hätte zumindest nicht überrascht, wenn Michonne nicht mehr zu ihm gehalten hätte. Wo ich dir aber zustimmen muss, dass die Ansichten der Charaktere mehr als krass sind und im Kontrast zu Alexandria überdeutlich portraitiert wurden. Das Ende zeigte dann sogar ein verkehrtes Bild: Ricks Gruppe verschonte mehrfach die "Übeltäter", während Alexandria das Todesurteil vollstreckte, zugegeben aus persönlicher Natur. Und nun ist die nächste Moralkeule in Form von Morgan da, dessen Ansichten mehr als deutlich wurden und sein Blick zu Rick mehr als tausend Worte verriet. Auch das ist ein Grund für meine Vorfreude, wie es weitergeht.

Und noch einmal kurz gesagt, wie ich die Serie empfinde: Die Welt, wie wir sie kennen, ist mit ihren Werten und Normen durch das Virus untergegangen und eine anarchistische und rudimentäre Bevölkerung übrig geblieben. Wir müssen Abschied nehmen von einer positiven Entwicklung, denn in dieser neuen Welt überlebt, wie im Tierreich, nur der stärkste. Jeder ist sich selbst der Nächste.

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Re: The Walking Dead

Beitrag von Agent K » Sonntag 5. April 2015, 09:16

mercy hat geschrieben:Wir müssen Abschied nehmen von einer positiven Entwicklung, denn in dieser neuen Welt überlebt, wie im Tierreich, nur der stärkste. Jeder ist sich selbst der Nächste.
Und genau das sehe ich nicht so. Unabhängig davon, wie "realistisch" ein angebliches Szenario aufgetischt wird (und für mich sind die konstruierten Probleme zum Teil einfach nur lächerlich), lebt jegliche TV/Kino-Unterhaltung für durchschnittlich degenerierte Couch-Potatoes immer noch davon, dass man sich noch irgendwie mit bestimmten Charakteren identifizieren kann, und sich aus subjektiver moralisch/ethischer Perspektive tatsächlich eine positive Entwicklung abzeichnet. Ein Abgesang auf eine Menschheit, die ich selbst nicht mehr leiden kann, weil sich deren Protagonisten aus reiner Doofheit gegenseitig ausrotten (dazu braucht es keine äußere Bedrohung durch einen Virus oder Zombies) mag realistisch sein, hat für mich aber keinen Unterhaltungswert mehr...

Und auch Darwins "Survival of the Fittest", das hier mal wieder plakativ als "Stärke" missverstanden wird, mag für die Dinosaurier gegolten haben, bis ihnen nach 170 Millionen Jahren der Dominanz ein Meteorit auf den Kopf fiel. Dagegen sind die schlappen 200.000 Jahre des Homo Sapiens aber nur ein Fliegenschiss auf der Landkarte der Evolution. Und wenn die Menschheit diese lausige Zeitspanne überhaupt überlebt hat, dann lag das nicht an ihrer "Stärke" (als Individuum), sondern daran, dass sie ihre Schwächen bzw. ihre Unterlegenheit durch soziale Strukturen, Zusammenhalt, und ethische Richtlinien wett gemacht haben...

Dass "der Mensch sich selbst der größte Feind ist" mag eine traurige Binsenweisheit darstellen, und man kann das filmisch/dramaturgisch sicher thematisieren. Wenn man aber geradezu die Leitkultur predigt, dass ein Überleben der Menschheit ausgerechnet deren "Entmenschlichung" bedingt, und man wieder zum Tier (prinzipiell eine Beleidigung des "Tieres") werden muss, dann landet man in dramaturgischer Beliebigkeit. Wenn Charles Manson gegen Kaiser Nero antritt, ist es mir schlichtweg egal wer "gewinnt". Ich als Zuschauer fühle mich dann nur noch als Verlierer...
Mark_G hat geschrieben:Ist es nicht so, dass die Serie sich recht nahe an den Comics bewegt?
Lesen auf eigene (Spoiler-) Gefahr:

The Walking Dead (Comic) - Wiki

Nach meiner Einschätzung dürfte die TV-Serie nach der 6. Staffel dann zur Comic-Vorlage aufgeschlossen haben...

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Re: The Walking Dead

Beitrag von Mattis » Sonntag 5. April 2015, 13:16

mercy hat geschrieben:Das Ende zeigte dann sogar ein verkehrtes Bild: Ricks Gruppe verschonte mehrfach die "Übeltäter", während Alexandria das Todesurteil vollstreckte, zugegeben aus persönlicher Natur. Und nun ist die nächste Moralkeule in Form von Morgan da, dessen Ansichten mehr als deutlich wurden und sein Blick zu Rick mehr als tausend Worte verriet. Auch das ist ein Grund für meine Vorfreude, wie es weitergeht.
Das ist deine Interpretation. Wie ich oben bereits erwähnt habe, ist es mmn. nicht so, wie es die Szene scheinen ließ.
In einer Sereie, in der voll draufgehalten wird, wenn der Kiefer aus den Fugen gerissen wird, Köpfe von menschen eingeschlagen werden, ohne, dass die Kamera wegschaltet, da glaubst du wirklich, die Kamere hält nicht drauf, wenn
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Rick Paul die Rübe wegpustet? Deanna hat mmn. den Auftrag gegeben, ihren Mann zu erlösen und schwupps haben wir für Staffel 6 schönes Konfliktmaterial, mit dem schuldigen Paul in ihrer Mitte und Rick, der ihn verschont hat in seiner Güte.
Und noch einmal kurz gesagt, wie ich die Serie empfinde: Die Welt, wie wir sie kennen, ist mit ihren Werten und Normen durch das Virus untergegangen und eine anarchistische und rudimentäre Bevölkerung übrig geblieben. Wir müssen Abschied nehmen von einer positiven Entwicklung, denn in dieser neuen Welt überlebt, wie im Tierreich, nur der stärkste. Jeder ist sich selbst der Nächste.
Das Verhalten von Rick und Co hat definitiv nichts aus der Tierwelt. Die Zombies sind die Feinde, die Löwen, die "Bösen". Ich habe noch von keinem Gnu gehört, das anfängt Amok zu laufen und die Herde dazu bringt, sich untereinander abzuschlachten. Aber genau das ist aus Walking Dead geworden. Ein Kampf untereinander, bei dem noch nicht einmal der Versuch gemacht wird, ihn nachvollziehbar zu machen. Stattdessen gibt es plakativ böse und völlig gesichtslose Psycho-Antagonisten.

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Re: The Walking Dead

Beitrag von Agent K » Dienstag 7. April 2015, 18:40

mercy hat geschrieben:Kennst du eigentlich die beiden Videospiele?
Zumindest das gleichnamige Spiel von Telltale Games habe ich jetzt mal angetestet (Erste Season = 5 Episoden) und es gefällt mir sehr gut. Typisches Point-and-Click-Adventure, das dem Spieler nicht allzu viele (Handlungs-) Freiheiten läßt, sondern eigentlich eine spielbare, interaktive Geschichte/Film darstellt (ähnlich wie THE LAST OF US). Die Geschichte spielt im gleichen WALKING-DEAD-Universum wie auch die TV-Serie und die Comics, und es tauchen gelegentlich auch einige bekannte Figuren und Handlungsorte auf. Die "Drehbücher" sind aber wirklich spannend und rührend gemacht, und die Figurenzeichnung ist eigentlich besser und glaubhafter als in der Serie. Nicht zuletzt deshalb, weil man diverse Entscheidungen (und deren Konsequenzen) selbst in der Hand hat, so dass die Handlung in einem gewissen Rahmen der eigenen Moral und Logik folgt...

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Re: The Walking Dead

Beitrag von Taipan » Freitag 10. April 2015, 07:08

Also ich mag Rick, für mich ist er nicht unsympathisch. Ich weiß nicht, vielleicht bin ich ja selber ein Psycho und es liegt daran ;) , aber eigentlich glaube ich, es kommt daher, dass ich seine Motivation verstehen kann:
Ich beschütze meine Familie! Um jeden Preis und egal wen ich dafür umhauen muss! Punkt. Ende. Aus.

Wenn die Gruppe andere Menschen trifft, gibt es für diejenigen (falls sie nicht sofort angreifen) immer drei Optionen:
1. Komm mit uns, hier bist Du sicher
2. Wenn Du dazu keine Lust hast, dann geh bitte wieder
3. Fratzengeballer

Dass er dabei auch -ich sag mal- unglückliche Entscheidungen trifft.... Naja passiert halt in Ausnahmesituationen. Insbesondere wenn die Ausnahmesitation nun schon zwei Jahre dauert.

In dieser Zeit hat er folgendes erlebt:
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- Reinwurf in eine Apokalypse
- Fremdgehen seiner Frau mit seinem besten Freund
- Mord an seinem besten Freund, weil der durchdreht
- Tod seiner Frau
- Unzählige persönliche Verluste von "Familienmitgliedern"
- Angriffe auf Hof und Heim
- Verrat durch Freunde/Familie (Andrea)
- Kannibalen
- etc und alles was ich vergessen hab, weil es früh morgens ist ;)

Das alles vor dem Hintergrund einer ständigen Bedrohung und Todesangst durch die Beißer... Zwei Jahre lang und das als Familienvater.
Das geht schon in Ordnung, wenn man dann von Zeit zu Zeit mal ein bischen durchtilt während man versucht seine Kinder und die anderen Familienmitglieder vor Raub, Tod und Vergewaltigung zu schützen - und sich
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achherrje auch noch halsüberkopf verknallt und der Beschützerinstinkt durchkommt.
Für mich eine nachvollziehbare und -ja ich muss sagen- sympathische Charakterentwicklung. "Nicht mit n' Commander" ist die richtige Einstellung bei einer Zombieapokalypse, sonst landest Du schneller als Du denkst in irgendeinem Aquarium, Ofen oder Loch in den Katakomben eines Gefängnisses.

Ein weiterer entscheidender Punkt für mich ist ebenfalls, dass ich der Meinung bin, nicht Rick ist das Problem, sondern
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Carol.
Bei der ist vor der Apokalypse einfach n bischen zu viel kaputt gegangen. Sie hat ziemlichen Einfluss auf Rick und ist oftmals die treibende Kraft hinter den fragwürdigen Handlungsmomenten von Rick. Er wehrt sich auch dagegen (hat ja sogar mal komplett nen Schlussstrich drunter gezogen), schafft es aber "nur noch" wenn sie gegen seine Familie argumentiert. Wie zB in der Bettszene in der letzten Folge und dass er Michonne trotzdem von den Waffen erzählt.

Rick braucht einen moralischen Gegenpol zu Carol. Diejenigen, die die Rolle ausgefüllt haben, gibts ja nimmer. Wer das in der nächsten Staffel sein könnte...
Tja ich hab da so eine Idee beim Staffelende bekommen ;)
Ick freu mich drauf!

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Re: The Walking Dead

Beitrag von Mattis » Freitag 10. April 2015, 13:44

Dem moralischen Gegenpol gibt es in Michonne, die auch einiges durchgemacht hat, aber im Gegensatz zu Rick keine Entschuldigungen für Fehlverhalten braucht. ;)

Aber ich stimme dir zu, Carol ist fast noch schlimmer als Rick, denn bei Carol haben sie den kompletten Charakter an die Wand gefahren, weil man schlicht nichts mehr von der Frau erkennen kann, die sie einmal war. Das ist für mich einfach vollkommen unglaubhaft geschrieben.

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Re: The Walking Dead

Beitrag von Agent K » Freitag 10. April 2015, 18:26

Er wäre zwar nicht unbedingt meine erste Wahl für eine Theater-Premiere oder eine Vernissage, aber letztlich ist Daryl der einzige "verlässliche" Charakter. Mit dem Rest des Haufens (alle anderen Sympathieträger sind ja tot), wollte ich nix zu tun haben. Ob nun der Governor oder Rick, das ist wie die Wahl zwischen Malaria und Pest. Da schlage ich mich lieber alleine durch...

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Re: The Walking Dead

Beitrag von kinofan43 » Samstag 11. April 2015, 08:34

Ich kann eure Kritik an der Figurenentwicklung so gar nicht nachvollziehen. Das sich Figuren charakterlich verändern, ist doch total normal. Es wäre doch unrealistisch, wenn Carol sich überhaupt nicht verändert hätte, bei all dem schrecklichen was sie durchmachen musste. Carol und Rick haben gelernt sich zu verteidigen, in einer grausamen Welt. Sonst wären sie nicht mehr am Leben. Ich finde die Handlungsweisen dieser Charaktere absolut verständlich und nachvollziehbar.

Aber auch ich habe was zu kritisieren. Mir hat beim letzten Staffelfinale, der absolute Überraschungsknaller gefehlt. Es war wie eine Folge, bei der es nächste Woche weitergeht, als ein Finale einer Staffel. Über das Staffelfinale der 5. Staffel war ich ganz schön enttäuscht.

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Re: The Walking Dead

Beitrag von Taipan » Samstag 11. April 2015, 11:10

Ja das stimmt. Michonne ist momentan die Erdung für Rick. Wollte ich eigentlich auch noch geschrieben haben, aber irgendwie finde ich, dass sie sich in den letzten Folgen auch nicht mehr so wirklich entscheiden kann, wie sie sich verhalten soll.
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zb in der Nachabspannszene. Oder wie wird das hier von euch beurteilt mit ihrem Schwert? Die andere Szene hab ich auch nicht verstanden. Warum haben die Wölfe den Jungen da nochmal rausgeschickt und warum hat er den Poncho von Morgan an? Kann mir das jemand erklären?
Daryl ist in der Serie auf jeden Fall der coolste Charakter. "If Daryl dies we riot" ;)

Ich finde übrigens das Setting der Spin-Off Serie ein bischen verschenkt. Los Angeles -das dann auch noch von Vancouver gedoubelt wird- unterscheidet sich vom Großraum Atlanta ja nun wahrscheinlich nur wie Stuttgart von München. Warum nicht Mexiko, Kolumbien oder ein anderes mittel-/südamerikansiches Land als Setting? Hätte ich cooler gefunden. Oder einer der nördlichen Staaten der USA mit Eis und Schnee und allem drum und dran. Minnesota, Upstate New York oder so.

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Re: The Walking Dead

Beitrag von Mattis » Samstag 11. April 2015, 14:40

kinofan43 hat geschrieben:Ich kann eure Kritik an der Figurenentwicklung so gar nicht nachvollziehen. Das sich Figuren charakterlich verändern, ist doch total normal. Es wäre doch unrealistisch, wenn Carol sich überhaupt nicht verändert hätte, bei all dem schrecklichen was sie durchmachen musste. Carol und Rick haben gelernt sich zu verteidigen, in einer grausamen Welt. Sonst wären sie nicht mehr am Leben. Ich finde die Handlungsweisen dieser Charaktere absolut verständlich und nachvollziehbar.
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Kleiner Kinder unterdrücken und erpressen, achso, abknallen auch, ist ein Verhalten, das man sich angewöhnen muss, um die Apokalypse zu überleben?
Natürlich braucht ein Charakter Veränderungen, aber die bei Carol sind sprunghaft und nicht nachvollziehbar.
Ihr Weg sah aus, wie der einer weiblichen Actionheldin, fiel aber der "modernen" Erzählweise zum Opfer, Dinge passieren zu lassen, die der Zuschauer nicht erwartet, leider passiert das viel zu häufig auf Kosten der Glaubwürdigkeit.

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Re: The Walking Dead

Beitrag von kinofan43 » Sonntag 12. April 2015, 09:31

Mattis hat geschrieben:
kinofan43 hat geschrieben:Ich kann eure Kritik an der Figurenentwicklung so gar nicht nachvollziehen. Das sich Figuren charakterlich verändern, ist doch total normal. Es wäre doch unrealistisch, wenn Carol sich überhaupt nicht verändert hätte, bei all dem schrecklichen was sie durchmachen musste. Carol und Rick haben gelernt sich zu verteidigen, in einer grausamen Welt. Sonst wären sie nicht mehr am Leben. Ich finde die Handlungsweisen dieser Charaktere absolut verständlich und nachvollziehbar.
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Kleiner Kinder unterdrücken und erpressen, achso, abknallen auch, ist ein Verhalten, das man sich angewöhnen muss, um die Apokalypse zu überleben?
Natürlich braucht ein Charakter Veränderungen, aber die bei Carol sind sprunghaft und nicht nachvollziehbar.
Ihr Weg sah aus, wie der einer weiblichen Actionheldin, fiel aber der "modernen" Erzählweise zum Opfer, Dinge passieren zu lassen, die der Zuschauer nicht erwartet, leider passiert das viel zu häufig auf Kosten der Glaubwürdigkeit.
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Du vergisst das das Mädchen, das Carol getötet hat, seine eigene Schwester getötet hatte, nur damit sie zeigen kann, das Beißer doch nicht gefährlich sind, daher wäre sie zu einer Gefahr für das Baby geworden. Die Situation in der sich die Charaktere von The Walking Dead befinden, ist eine Extremsituation, die kann man nicht mit normalen Maßstäben messen.
Mir gefällt der Charakter von Carol so wie er ist, sie ist keine Heldin, aber so richtig Böse ist sie nicht. Die Welt ist halt nicht schwarz und weiß.

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Re: The Walking Dead

Beitrag von Agent K » Sonntag 12. April 2015, 10:51

kinofan43 hat geschrieben:...aber so richtig Böse ist sie nicht...
Yoar, sie ist nur einer jener Charaktere wo ich damit rechnen muss, dass sie plötzlich mit dem Benzinkanister neben mir steht, falls mich im Schlaf einige Schnaken im falschen Muster stechen sollten...

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Re: The Walking Dead

Beitrag von kinofan43 » Sonntag 12. April 2015, 11:41

Agent K hat geschrieben:
kinofan43 hat geschrieben:...aber so richtig Böse ist sie nicht...
Yoar, sie ist nur einer jener Charaktere wo ich damit rechnen muss, dass sie plötzlich mit dem Benzinkanister neben mir steht, falls mich im Schlaf einige Schnaken im falschen Muster stechen sollten...
Also hör doch auf die Frau als Psychopathin darzustellen, sie und die anderen befinden sich nun mal in einer Extremsituation, sie müssen ständig um ihr Leben kämpfen, dann tut man auch Dinge, die man in einer Normalsituation nicht tun würde. Wenn sie eine Gefahr für sich und die anderen sieht, dann greift sie halt ein. Die Serie zeigt nun mal sehr anschaulich, zu was Menschen in der Lage sind, wenn sie extremen Situationen ausgesetzt sind. Und das liegt ja in der Welt von The Walking Dead nun mal vor.

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Re: The Walking Dead

Beitrag von Agent K » Sonntag 12. April 2015, 12:33

kinofan43 hat geschrieben:...sie und die anderen befinden sich nun mal in einer Extremsituation...
Was ist denn daran so "extrem"? Ob ich von Hunnen, Wikingern, arischen Weltherrschafts-Allüren, oder Aliens abgemetzelt werde, statt von Zombies, ist eigentlich relativ schnurz. Und ob ich von einem Untoten gebissen werde, oder dem Floh einer Ratte, der mich mit der Pest infiziert, macht im Kontext einer Pandemie (und kollabiertem Gesundheitssystem) auch keinen großen Unterschied. Gab es alles schon mal, und neben allen real existierenden Gräueltaten erscheint mir auch eine fiktive Zombie-Apokalypse nicht als Superlativ. Um die fragilen sozialen Strukturen in die Anarchie kippen zu lassen, reicht schon ein läppischer Stromausfall in einer Großstadt, von jedem durchschnittlichen Krieg bis hin zu Völkermorden ganz zu schweigen. Das ändert aber nichts daran, dass auch in diesen Zeiten sehr wohl ein ethischer Konsens bestand/überlebte, und derartiges Verhalten später eben vor einem Kriegsverbrecher-Tribunal oder in der Klapsmühle endete. Nur hier wird es plakativ als zwingende "Überlebens-Strategie" verkauft. "Extremsituation" ist keine Entschuldigung für irgendetwas, schon gar nicht für ein ideenloses Drehbuch. "Extremsituation" ist hier bestenfalls eine Behauptungsebene, eben eine "Extremsimulation" zur Unterhaltung einer gelangweilten TV-, PC-, Internet-, und iPhone-Generation, die sich in dem Luxus suhlt, nie eine Extremsituation persönlich erlebt zu haben, für die es wahrlich keine Untoten braucht...

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Re: The Walking Dead

Beitrag von Mattis » Sonntag 12. April 2015, 12:37

Man muss "die Frau" nicht als Psychopathin darstellen, das machen die Writer schon ganz alleine.
Alles niederzumetzeln, das nicht in den eigenen Kram passt und das alles ohne mit der WImper zu zucken, ohne Reue, ist kein nachvollziehbares menschliches Verhalten.

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Re: The Walking Dead

Beitrag von kinofan43 » Sonntag 12. April 2015, 15:44

Mattis hat geschrieben:Man muss "die Frau" nicht als Psychopathin darstellen, das machen die Writer schon ganz alleine.
Alles niederzumetzeln, das nicht in den eigenen Kram passt und das alles ohne mit der WImper zu zucken, ohne Reue, ist kein nachvollziehbares menschliches Verhalten.
Sie lebt ja halt in einer unmenschlichen Welt. In einer Welt, wo Menschen andere Menschen, weil sie Hunger haben, auffressen. Das hat Carol nicht getan. Carol, Rick und die Gruppe leben halt in einer sehr gewalttätigen Welt. Ist doch klar, das sich das auf sie selbst auch auswirkt. Ich halte deren Handlungsweise für größtenteils nachvollziehbar und verständlich, natürlich immer in Bezug auf die extrem brutale Welt in der die Gruppe sich befindet. Sie leben praktisch in der Hölle. Und in der Hölle überlebt man nur, wenn man genauso brutal und gnadenlos wird, wie alle anderen.

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Re: The Walking Dead

Beitrag von Agent K » Sonntag 12. April 2015, 17:52

kinofan43 hat geschrieben:Sie leben praktisch in der Hölle. Und in der Hölle überlebt man nur, wenn man genauso brutal und gnadenlos wird, wie alle anderen.
Yoar, ich hab ja schon im letzten Posting behauptet, dass es schon auf der real existierenden Erde genügend Epochen, Katastrophen, Diktaturen, Hungersnöte, Völkermorde, Folter, Hexenjagten, Religionskriege, Naturkatastrophen, und Epidemien gab, deren unglückliche Protagonisten wahrscheinlich dankbar mit der von dir propagierten "Hölle" als Abenteuerurlaub getauscht hätten, und sich lieber mit ein paar Zombies herumgeschlagen hätten. Diese Wahl hatten sie nicht, und sie sind dennoch "Menschen" geblieben. Jährlich sterben in der Realität ca. 10 Millionen Menschen weltweit an Hunger, ohne dass sie deshalb zum Kannibalismus "konvertieren". Selbst die Fiktion einer TV-Serie (oder die Phantasie von Drehbuchautoren) kann die Grausamkeit der Realität nicht einfangen, geschweige denn übertreffen. In welcher Realität, in welcher Zeit, an welchem Ort, in welchem Paralleluniversum hat sich deine Behauptung denn je bewahrheitet? Wo haben die Brutalen und Gnadenlosen je gewonnen/überlebt und sind rückblickend mehr als eine Randnotizen über Despoten in den Geschichtsbüchern? Wäre das tatsächlich ein "Erfolgsrezept" der Evolution, dann müsste ja wohl irgendwo ein Biotop existieren, in dem diese "Starken" ihr Überleben feiern... und diesen Zustand dann wohl stolz ihre "Hölle" nennen...
Ich halte ja nun wirklich nicht viel von der Menschheit und ihrer propagierten "Intelligenz", und ich glaube, dass deren Aussterben kein großer Verlust für den Blauen Planeten bedeuten würde, aber solange mehr Menschen lieber für ihre Menschlichkeit und Gnade sterben, denn als Unmensch zu überleben, besteht zumindest Hoffnung. Und dieser Aspekt wird ja sogar auch in TWD gelegentlich beleuchtet, selbst wenn er dann noch in der gleichen Episode durch merkwürdige Kapriolen gleich wieder negiert wird...

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Re: The Walking Dead

Beitrag von kinofan43 » Sonntag 12. April 2015, 19:44

Agent K hat geschrieben:
kinofan43 hat geschrieben:Sie leben praktisch in der Hölle. Und in der Hölle überlebt man nur, wenn man genauso brutal und gnadenlos wird, wie alle anderen.
Yoar, ich hab ja schon im letzten Posting behauptet, dass es schon auf der real existierenden Erde genügend Epochen, Katastrophen, Diktaturen, Hungersnöte, Völkermorde, Folter, Hexenjagten, Religionskriege, Naturkatastrophen, und Epidemien gab, deren unglückliche Protagonisten wahrscheinlich dankbar mit der von dir propagierten "Hölle" als Abenteuerurlaub getauscht hätten, und sich lieber mit ein paar Zombies herumgeschlagen hätten. Diese Wahl hatten sie nicht, und sie sind dennoch "Menschen" geblieben. Jährlich sterben in der Realität ca. 10 Millionen Menschen weltweit an Hunger, ohne dass sie deshalb zum Kannibalismus "konvertieren". Selbst die Fiktion einer TV-Serie (oder die Phantasie von Drehbuchautoren) kann die Grausamkeit der Realität nicht einfangen, geschweige denn übertreffen. In welcher Realität, in welcher Zeit, an welchem Ort, in welchem Paralleluniversum hat sich deine Behauptung denn je bewahrheitet? Wo haben die Brutalen und Gnadenlosen je gewonnen/überlebt und sind rückblickend mehr als eine Randnotizen über Despoten in den Geschichtsbüchern? Wäre das tatsächlich ein "Erfolgsrezept" der Evolution, dann müsste ja wohl irgendwo ein Biotop existieren, in dem diese "Starken" ihr Überleben feiern... und diesen Zustand dann wohl stolz ihre "Hölle" nennen...
Ich halte ja nun wirklich nicht viel von der Menschheit und ihrer propagierten "Intelligenz", und ich glaube, dass deren Aussterben kein großer Verlust für den Blauen Planeten bedeuten würde, aber solange mehr Menschen lieber für ihre Menschlichkeit und Gnade sterben, denn als Unmensch zu überleben, besteht zumindest Hoffnung. Und dieser Aspekt wird ja sogar auch in TWD gelegentlich beleuchtet, selbst wenn er dann noch in der gleichen Episode durch merkwürdige Kapriolen gleich wieder negiert wird...
Wie dem auch sei, es sei dir unbenommen, das du die Serie nicht gut findest. Ich z.bsp kann mit Game of Thrones absolut gar nix anfangen. Fakt ist aber, das die Macher der Serie nicht soviel falsch gemacht haben können, denn die Serie ist auch nach der 5. Staffel immer noch ein großer Erfolg. Ich freue mich auf die 6. Staffel.

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Re: The Walking Dead

Beitrag von Agent K » Sonntag 12. April 2015, 20:03

Jaa, ich will die Serie ja auch gar niemandem vermiesen. Ich gönne der Serie den Erfolg, und deren Fans ihren Spaß daran. Nur der argumentative Ansatz über Realität/Plausibilität, dass "sowas von sowas kommt", als wäre es ein Naturgesetz, erscheint mir eben arg fragwürdig. Und üblicherweise stören mir derartige Schlampereien und Nachlässigkeiten auch gar nicht unbedingt. Eine Serie kann mich trotzdem prima unterhalten. Für mich persönlich ist es einfach ein K.O.-Kriterium, wenn ich praktisch keine der Figuren leiden kann - da ärgere ich mich dann nur noch. Das ging mir bei GoT anfangs übrigens genau so, hat sich im Laufe der zweiten Staffel dann aber gegeben. Bei TWD hab ich mich bis in die vierte Staffel geärgert (weil ich die Serie eigentlich auch mögen wollte), aber irgendwann gebe ich halt auf. Aber andere Sender haben ja auch noch schöne Serien-Töchter... ;)

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Re: The Walking Dead

Beitrag von Mark_G » Sonntag 12. April 2015, 20:05

Also ich mag Carol immer noch - trotz ihrer kalten Ader... Ihr Rambo-Auftreten in Terminus fand ich sehr schön...
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kinofan43
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Re: The Walking Dead

Beitrag von kinofan43 » Montag 13. April 2015, 06:38

Agent K hat geschrieben:Jaa, ich will die Serie ja auch gar niemandem vermiesen. Ich gönne der Serie den Erfolg, und deren Fans ihren Spaß daran. Nur der argumentative Ansatz über Realität/Plausibilität, dass "sowas von sowas kommt", als wäre es ein Naturgesetz, erscheint mir eben arg fragwürdig. Und üblicherweise stören mir derartige Schlampereien und Nachlässigkeiten auch gar nicht unbedingt. Eine Serie kann mich trotzdem prima unterhalten. Für mich persönlich ist es einfach ein K.O.-Kriterium, wenn ich praktisch keine der Figuren leiden kann - da ärgere ich mich dann nur noch. Das ging mir bei GoT anfangs übrigens genau so, hat sich im Laufe der zweiten Staffel dann aber gegeben. Bei TWD hab ich mich bis in die vierte Staffel geärgert (weil ich die Serie eigentlich auch mögen wollte), aber irgendwann gebe ich halt auf. Aber andere Sender haben ja auch noch schöne Serien-Töchter... ;)

Entschuldigung für Off-Topic.

Zu Game of Thrones: Während es bei The Walking Dead, wenigstens einige Charaktere, die bei mir, ein Mitfiebern erzeugen, ist das bei Game of Thrones noch weniger der Fall. Keine einzige Figur, die ich als sympathisch ansehen würde. Aber das ist ja nur ein Problem, was ich mit Game of Thrones habe. Habe mir die Serie bis zur zweiten Staffel angesehen, dann habe ich aufgegeben. Die Serie wurde als Fantasyserie angekündigt. Leider ist davon in den ersten 2 Staffeln nur wenig zu sehen. Mir wird in Game of Thrones, viel zu viel gequatscht, die Sexszenen, sind a) viel zu viel, und dann b) teilweise einfach nur abartig und schon nicht weit vom Softporno entfernt. Auch ist mir die Serie für eine Fantasyserie viel zu brutal. Bei einer Horrorserie, wie bei The Walking Dead, wo es um Zombies geht, erwarte ich sogar, das sie eine gewisse Härte hat. Bei einer Fantasyserie erwarte ich einfach, das sie mich in eine vollkommen, fremde Welt entführt, und mich auch irgendwie berührt, das tut Game of Thrones bei mir eher gar nicht, ich finde sie eher abstoßend. Da gefällt mir die Serie Once upon a Time viel besser.

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